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Immobilien-Blogs finden: Kriterien für solide Kooperationen

Immobilien-Blogs finden: Kriterien für solide Kooperationen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Knapp 42 Prozent der Haushalte in Deutschland wohnen im Eigentum, 58 Prozent zur Miete (Destatis, Mikrozensus 2022).
  • Im Katalog von trusted blogs sind 50 Blogs dem Thema Immobilien zugeordnet, nur 11 davon haben es als Hauptthema (Stand 03.11.2026).
  • Prüfe sechs Punkte: Schwerpunkt, Top-Keyword, Erfahrung, ehrliche Zahlen, offengelegte Interessen und Leserinnen und Leser, die mitreden.
  • Immobilien-Blogs verlangen im Median 200 Euro für einen Artikel. 34 Prozent bieten Do-Follow-Links gegen Aufpreis an, über alle Blogs sind es 14 Prozent.
  • Immobilienanzeigen brauchen die Angaben aus dem Energieausweis, Werbung mit Bauzinsen den effektiven Jahreszins und ein Beispiel.
  • Seit 27.09.2026 sind allgemeine Umweltaussagen wie „klimafreundlich“ gegenüber Verbrauchern nur mit Nachweis einer anerkannten hervorragenden Umweltleistung erlaubt (UWG-Anhang Nr. 4a).
Frau im Blazer blickt von einem Hochhausfenster mit Tablet über die Dächer einer Stadt

Warum Immobilien-Blogs für Unternehmen interessant sind

Deutschland ist ein Land der Mieterinnen und Mieter. 2022 lebten von rund 39,3 Millionen Haushalten knapp 42 Prozent in einer Wohnung oder einem Haus, das ihnen selbst gehört, 58 Prozent wohnten zur Miete. Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) aus dem Mikrozensus.

Seit 2006 hat sich daran wenig geändert, damals lag die Eigentumsquote bei 41 Prozent. Destatis erhebt diese Zahlen im Zusatzprogramm Wohnen alle vier Jahre, 2022 ist der neueste Stand.

Die Preise für Wohnimmobilien bewegen sich kaum. Im 2. Quartal 2026 lagen sie laut Destatis im Schnitt 0,6 Prozent über dem Vorjahresquartal. Regional laufen sie auseinander: In den sieben größten Metropolen wurden Eigentumswohnungen leicht günstiger (minus 0,4 Prozent), in den übrigen kreisfreien Großstädten stiegen ihre Preise um 2,0 Prozent.

Wer eine Wohnung kauft, ein Haus baut oder vermietet, hat viele Fragen. Sie reichen vom Kaufpreis in der eigenen Region über die Kosten einer Sanierung bis zu den Unterlagen für die Bank und der Suche nach passenden Mietern.

Immobilien-Blogs beantworten solche Fragen aus eigener Erfahrung, oft über die ganze Dauer eines Bauprojekts oder einer Vermietung. Das macht sie zu Partnern für Makler, Bauträger und Fertighaushersteller, Banken und Baufinanzierer, Hausverwaltungen, Versicherungen, Energieberater, Umzugsfirmen und Apps für Eigentümer und Vermieter.

Immobilien-Blogs im Katalog von trusted blogs

50 Blogs in unserem Katalog sind dem Thema Immobilien zugeordnet, 47 davon schreiben auf Deutsch. Das sind 94 Prozent, über alle Themen sind es 83 Prozent. Immobilien ist damit das zweitkleinste Thema im Katalog.

Nur bei 11 Blogs ist Immobilien das Hauptthema, das sind 22 Prozent. Die übrigen haben ihren Schwerpunkt vor allem bei Finanzen & Wirtschaft (9 Blogs), Heimwerk & Garten (8) sowie Kultur & Medien (5).

Am häufigsten steht das Thema zusammen mit Finanzen & Wirtschaft (18 Blogs), Marketing & Business (17) und Heimwerk & Garten (13). 15 Blogs haben bei der Anmeldung fünf Themen gewählt, so viele wie möglich. Nur 4 Blogs haben ausschließlich Immobilien gewählt.

In der Google-Suche sind Immobilien-Blogs etwa so oft sichtbar wie der Durchschnitt. 74 Prozent haben einen Schätzwert für Suchzugriffe, über alle Themen sind es 72 Prozent. Der Median dieser Blogs liegt bei rund 590 Zugriffen im Monat, über alle Themen bei rund 620.

Große Blogs sind selten. 12 Immobilien-Blogs kommen auf mindestens 1.000 geschätzte Suchzugriffe im Monat, ein typischer Blog aus dieser Gruppe auf rund 2.600 (Median, Stand 03.11.2026). Über alle Themen liegt dieser Wert bei rund 6.700. Der Domain Rank liegt im Median bei 29, über alle Blogs bei 31.

Diese Zahlen sind Schätzungen, die unser Datenanbieter DataForSEO aus den Google-Platzierungen eines Blogs ableitet. Wie viele Menschen einen Blog tatsächlich lesen, weiß nur der Betreiber.

Drei Menschen besprechen am Tisch ausgedruckte Exposés mit Hausfotos

Sechs Kriterien für einen passenden Immobilien-Blog

Die Grundlagen gelten für jeden Blog: ein Impressum, ein Mensch hinter den Texten, regelmäßige Beiträge. Sie stehen in Geprüfte Blogs erkennst du als sichere Kooperationspartner. Für Immobilien-Blogs kommen diese sechs Punkte dazu.

1. Ein klarer Schwerpunkt

Immobilien ist ein weites Feld. In unserem Katalog gibt es Blogs über Hausbau und Hauskauf, über Immobilien im Ausland, Tiny Houses, Immobilien als Kapitalanlage und energiesparendes Bauen. Ein Baufinanzierer braucht einen anderen Blog als eine Hausverwaltung, die Vermieter erreichen will.

Achte auch auf die letzten Beiträge. Ein Bautagebuch kann mit dem Einzug enden, danach schreibt der Blog vielleicht über Garten oder Einrichtung. Im Katalog kombinierst du das Thema mit der KI-Suche, etwa Immobilien und „Fertighaus“.

2. Ein Top-Keyword, das zum Thema passt

Das Top-Keyword ist der Suchbegriff mit dem höchsten Suchvolumen, für den ein Blog bei Google rankt. Bei 43 Immobilien-Blogs kennen wir es.

Nur bei fünf geht es darin um Hauskauf, Miete, Makler oder eine Immobilienfirma, etwa „haus am balaton kaufen mit seezugang“ oder „haus kaufen renovieren“. Bei anderen Blogs stehen Festgeldkonten, Staubsauger-Tests oder das Vermögen bekannter Personen vorn. Dort kommen die meisten Besucher mit anderen Fragen.

Im Profil eines Blogs bei trusted blogs siehst du sein Top-Keyword mit der aktuellen Google-Position, dazu den geschätzten Traffic und die Zahl der Suchbegriffe, für die er rankt. Was die Kennzahlen bedeuten, erklärt der Hilfeartikel SEO-Kennzahlen.

3. Erfahrung, die sich nachprüfen lässt

Ein guter Immobilien-Blog sagt, woher sein Wissen kommt: eine Ausbildung als Immobilienkaufmann, die Arbeit als Makler, Architektin, Energieberater oder Gutachterin, oder die eigene Erfahrung als Bauherr oder Vermieterin.

Prüfe außerdem, ob Rechenbeispiele, Förderprogramme und Steuerregeln ein Datum tragen. Was vor drei Jahren galt, kann heute falsch sein.

4. Ehrliche Zahlen und Risiken

Gute Immobilien-Blogs rechnen vor, was ein Kauf wirklich kostet: Kaufnebenkosten, Zinsen nach Ablauf der Zinsbindung, Instandhaltung und Leerstand. Sie schreiben über Bauverzögerungen und Mängel und versprechen keine sichere Rendite. Ein Blog, der jede Immobilie als gute Geldanlage darstellt, ist für dein Unternehmen ein Risiko.

5. Offengelegte Interessen

Manche Immobilien-Blogs gehören selbst zu einem Makler, einem Bauträger oder einem Portal. Eine Kooperation ist trotzdem möglich, du solltest es aber vorher wissen.

Ein Blick ins Impressum zeigt, wer dahintersteht. Prüfe auch, ob der Blog Werbung und Affiliate-Links kennzeichnet.

6. Leserinnen und Leser, die mitreden

Kommentare mit Fragen zu Finanzierung, Grundbuch oder Bauvertrag zeigen, dass ein Blog gelesen wird und sein Publikum ihm vertraut. Ein Newsletter ist ein weiteres gutes Zeichen.

Frag den Blogger, wer seine Leserinnen und Leser sind: Erstkäufer, Bauherren, Vermieter oder Anleger, und aus welcher Region sie kommen. Für einen Makler oder eine Hausverwaltung kann die Region wichtiger sein als die Reichweite.

Beratungsgespräch am Schreibtisch mit Immobilienunterlagen und Laptop

So startest du eine Kooperation mit einem Immobilien-Blog

Leg zuerst fest, was die Kooperation erreichen soll: Anfragen für ein Objekt, Termine für eine Beratung, Downloads einer Checkliste, Abschlüsse einer Baufinanzierung oder Bekanntheit in einer Region. Danach richten sich Blog, Format und Messung. Wie du Ziel, Budget und Briefing Schritt für Schritt planst, steht in Kooperationen mit Bloggern erfolgreich planen.

Was ein Beitrag kostet

Im Katalog von trusted blogs liegt der Basispreis der 50 Immobilien-Blogs im Median bei 200 Euro für einen Artikel, genau wie über alle Blogs. Die mittlere Hälfte verlangt zwischen 120 und 280 Euro (Stand 03.11.2026).

Die Preise legen die Blogger selbst fest.

Anders als im Durchschnitt macht die Stärke der Domain bei Immobilien-Blogs kaum einen Unterschied: Bei einem Domain Rank zwischen 20 und 39 liegt der Median bei 200 Euro, zwischen 40 und 59 bei 205 Euro. Über alle Blogs steigt er zwischen diesen Gruppen von 200 auf 250 Euro. In der Gruppe mit Domain Rank 40 bis 59 stehen allerdings nur zehn Immobilien-Blogs.

Weitere Preisdaten stehen in Was kostet ein Blogartikel? Preise aus 2.480 Blogs.

Ein Briefing mit Zahlen, die stimmen

Ein gutes Briefing liefert dem Blogger alles, was er für einen ehrlichen Beitrag braucht:

  • Fakten: Objektdaten, Konditionen, Leistungen und Kosten, jeweils mit Datum.
  • Pflichtangaben: Geht es um ein konkretes Objekt, die Angaben aus dem Energieausweis. Nennt der Beitrag Bauzinsen, den effektiven Jahreszins und ein Beispiel. Was genau gilt, steht im nächsten Kapitel.
  • Keine Renditeversprechen: Gib keine Formulierungen vor, nach denen eine Immobilie oder eine Anlage sicher Gewinn bringt.
  • Die Region: Sag, für welche Städte oder Landkreise dein Angebot gilt.
  • Freiheit: Das Urteil bleibt beim Blogger. Vereinbare, dass du sachliche Fehler korrigieren darfst.

Briefing, Linktyp und Honorar legst du bei trusted blogs mit der Buchung fest. Weitere Absprachen, etwa zu einem Termin im Musterhaus, klärt ihr im Kooperations-Chat.

Formate, die bei Immobilien-Blogs funktionieren

  • Erfahrungsbericht: Der Blogger berichtet über eine Bemusterung, ein Beratungsgespräch zur Baufinanzierung oder den Wechsel zu einer neuen Hausverwaltung.
  • Ratgeber mit Rechenbeispiel: Ein Beitrag über Kaufnebenkosten oder die Kosten einer Sanierung, in dem dein Angebot eine von mehreren Lösungen ist.
  • Regionaler Marktbericht: Ein Makler liefert Zahlen zu einem Stadtteil, der Blogger ordnet sie ein.
  • Interview: Ein Gespräch mit deiner Energieberaterin oder deinem Gutachter über häufige Fragen von Käufern.
  • Ergänzung eines bestehenden Artikels: Hat ein Blog schon einen gut platzierten Ratgeber zu deinem Thema, kann ein Abschnitt zu deinem Angebot dort sinnvoll sein. Laut Leitfaden der Medienanstalten muss auch eine Erwähnung oder ein Link im Rahmen einer werblichen Kooperation als Werbung gekennzeichnet werden.

Viele Blogs im Thema schreiben auch über Bauen, Sanieren und Garten, im Katalog sind es 13. Dafür gibt es einen eigenen Leitfaden: Heimwerker- und Garten-Blogs finden: Kriterien für praxisnahe Kooperationen.

Zwei Menschen am Schreibtisch mit Energieausweis, Gesetzeskommentar und Zinsnotizen, auf dem Bildschirm eine als Werbung markierte Immobilienanzeige

Was für Immobilienanzeigen, Baufinanzierung und Kapitalanlagen gilt

Für Werbung rund um Immobilien gelten Pflichtangaben, die in anderen Themen kaum eine Rolle spielen. Sie betreffen Anzeigen für ein konkretes Objekt, Werbung mit Bauzinsen und Angebote für Anleger.

Immobilienanzeigen: die Angaben aus dem Energieausweis

Wird vor dem Verkauf oder der Vermietung eine Immobilienanzeige in kommerziellen Medien aufgegeben und liegt ein Energieausweis vor, muss sie fünf Angaben enthalten (§ 87 Abs. 1 Gebäudemodernisierungsgesetz, früher Gebäudeenergiegesetz):

  • die Art des Energieausweises, also Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis,
  • den Wert des Endenergiebedarfs oder des Endenergieverbrauchs,
  • die wesentlichen Energieträger für die Heizung,
  • bei Wohngebäuden das Baujahr laut Energieausweis,
  • bei Wohngebäuden die Energieeffizienzklasse.

Dafür sorgen muss, wer die Veröffentlichung verantwortet: Verkäufer, Vermieter, Verpächter, Leasinggeber oder Makler. Fehlen die Angaben, droht eine Geldbuße bis zu 10.000 Euro (§ 108 Abs. 1 Nr. 21 und Abs. 2 Nr. 2). Stellt ein bezahlter Blogbeitrag ein konkretes Objekt zum Kauf oder zur Miete vor, gib die Angaben deshalb im Briefing mit.

Baufinanzierung: Wer mit Zinsen wirbt, muss mehr sagen

Wer gegenüber Verbrauchern mit Zinssätzen oder anderen Zahlen zu den Kosten eines Darlehens wirbt, muss klar und auffallend den Nettodarlehensbetrag, den Sollzinssatz mit dem Hinweis, ob er fest oder variabel ist, und den effektiven Jahreszins nennen (§ 17 Preisangabenverordnung). Bis zum 19. November 2026 gehören auch Name und Anschrift des Darlehensgebers oder Vermittlers dazu. Die Angaben brauchen ein Beispiel.

Das Beispiel muss der Werbende so wählen, dass er erwarten darf, dass mindestens zwei Drittel der Verträge zu diesem oder einem niedrigeren effektiven Jahreszins zustande kommen.

Bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen kommen, soweit zutreffend, die Anzahl der Raten und der Hinweis dazu, dass das Darlehen durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert ist. Ein Satz wie „Baufinanzierung schon ab 3 Prozent“ in einem Blogbeitrag reicht also allein nicht aus.

Zum 20. November 2026 wird § 17 geändert. Nettodarlehensbetrag, Sollzinssatz, effektiver Jahreszins, Beispiel und bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen die Angaben zu Raten und Besicherung bleiben Pflicht.

Ab demselben Tag verlangt der Anhang des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) außerdem den Warnhinweis „Achtung! Kreditaufnahme kostet Geld“ oder eine gleichwertige Formulierung (Nr. 23e). Er gilt für Kreditprodukte nach § 491 Abs. 2 und § 506 Abs. 1 BGB, also etwa für Ratenkredite.

Immobiliar-Verbraucherdarlehen regelt § 491 Abs. 3 BGB, die neue Nummer nennt sie nicht. Mehr zu Kreditwerbung steht in Finanzblogs finden: Kriterien für vertrauenswürdige Kooperationen.

Kapitalanlagen: Warnhinweis für Vermögensanlagen

Manche Bauprojekte werden über Nachrangdarlehen oder partiarische Darlehen finanziert, die Anleger online zeichnen können. Wirbt ein Anbieter für eine solche öffentlich angebotene Vermögensanlage, muss die Werbung einen deutlich hervorgehobenen Warnhinweis enthalten: „Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“ (§ 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz). Nennt die Werbung eine Rendite, die über eine fest vereinbarte Verzinsung hinausgeht, kommt der Hinweis dazu, dass der Ertrag nicht gewährleistet ist und niedriger ausfallen kann (§ 12 Abs. 3).

Für Angebote über Plattformen, die nach der europäischen Crowdfunding-Verordnung (EU) 2020/1503 zugelassen sind, gilt das Gesetz innerhalb des dort genannten Schwellenwerts nicht (§ 1 Abs. 1). Kläre deshalb vor dem Beitrag mit dem Anbieter, welche Regeln für sein Angebot gelten.

Umweltaussagen: „klimaneutral“ braucht einen Nachweis

Bauträger, Fertighaushersteller und Energieberater werben gern mit Begriffen wie „nachhaltig gebaut“ oder „klimafreundlich“. Seit dem 27. September 2026 verbietet der Anhang des UWG gegenüber Verbrauchern allgemeine Umweltaussagen, für die der Unternehmer keine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachweisen kann (Nr. 4a). Gilt eine Umweltaussage nur für einen Teil des Produkts, darf sie nicht für das ganze Produkt stehen (Nr. 4b).

Ebenfalls verboten sind Aussagen, nach denen ein Produkt wegen einer Kompensation von Treibhausgasemissionen neutrale, verringerte oder positive Auswirkungen auf die Umwelt hat (Nr. 4c). Ein Haus, das nur dank gekaufter CO₂-Zertifikate „klimaneutral“ heißt, gehört deshalb in keinen Blogbeitrag. Konkrete Angaben aus dem Energieausweis, etwa die Effizienzklasse, sind belegbar und deshalb die bessere Wahl.

Dieses Kapitel gibt den Stand vom 03.11.2026 wieder. Es ist eine Übersicht und ersetzt keine Rechtsberatung.

Kennzeichnung: „Werbung“ oder „Anzeige“ am Anfang

Laut Leitfaden der Medienanstalten zur Werbekennzeichnung (Stand Mai 2025) gehört bei werblichen Blogartikeln die Kennzeichnung an den Beginn des Textes, also über oder direkt unter die Überschrift. Bei einem Rabattcode steht laut Leitfaden ein deutlich lesbares „Werbung“ oder „Anzeige“ in unmittelbarer Nähe des Codes, bei Affiliate-Links ein Sternchen mit Erläuterung direkt am Link.

Bei trusted blogs können Blogger optional einen Aufpreis für den Verzicht auf die Werbekennzeichnung festlegen. Werbung ohne Kennzeichnung verstößt gegen die Kennzeichnungspflicht.

trusted blogs schreibt die Kennzeichnung nicht vor, die Verantwortung liegt bei den Vertragspartnern. Weitere Fälle stehen in Kennzeichnungspflicht bei Blog-Kooperationen: Das musst du wissen.

Links: sponsored oder nofollow

Googles Spamrichtlinien zählen ge- oder verkaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, zu Link-Spam. Für Werbung und Sponsoring sind gekaufte Links laut Google in Ordnung, wenn sie das Attribut rel="sponsored" oder rel="nofollow" tragen.

Bei trusted blogs ist im Buchungsformular No-Follow voreingestellt. Einen Do-Follow-Link gibt es nur gegen Aufpreis, wenn der Blogger diese Option anbietet. Bei Immobilien haben das 17 der 50 Blogs getan, also 34 Prozent, über alle Blogs sind es 14 Prozent (Stand 03.11.2026).

Über alle Blogs mit dieser Option liegt der Aufpreis im Schnitt bei rund 114 Euro (Stand 03.11.2026).

Ein bezahlter Link ohne rel="sponsored" oder rel="nofollow" ist laut Google-Spamrichtlinien Link-Spam. Wie du Links bekommst, die Google gelten lässt, steht in Gewinne hochwertige Backlinks durch gezielte Blogger-Kooperationen.

Frau prüft an zwei Bildschirmen Diagramme mit Besucherzahlen

Woran du den Erfolg misst

Leg vor dem Start fest, woran ihr den Erfolg messt, und sprich das mit dem Blogger ab. Für Kooperationen mit Immobilien-Blogs eignen sich vor allem diese Kennzahlen:

  • Klicks auf deine Seite über einen Link mit Kampagnenparametern
  • Anfragen für ein Objekt oder einen Beratungstermin über eine eigene Landingpage oder Telefonnummer
  • Downloads einer Checkliste oder Anmeldungen für einen Newsletter
  • Platzierung des Beitrags bei konkreten Suchbegriffen, etwa „Kaufnebenkosten Bayern“ oder „Fertighaus Erfahrungen“

Miss zweimal: nach vier Wochen und nach einem halben Jahr. Zwischen dem ersten Lesen und einem Kauf, einem Bauvertrag oder einer Finanzierung können Monate vergehen. Ein guter Ratgeber wird außerdem noch lange nach der Veröffentlichung gefunden.

Welche Kennzahl zu welchem Ziel passt, steht ausführlicher in Blog- oder Influencer-Marketing: Was passt zu dir.

Was das für dich als Immobilien-Blogger heißt

Wenn Unternehmen nach diesen Kriterien auswählen, kannst du dich darauf einstellen.

  • Beschreibe deinen Schwerpunkt konkret. „Bautagebuch Fertighaus, Einzug 2025, Landkreis Lüneburg“ sagt einem Unternehmen mehr als „alles rund um Immobilien“.
  • Prüfe dein Top-Keyword. Es steht in deinem Profil bei trusted blogs. Passt es nicht zu deinem Thema, schau dir an, mit welchen Beiträgen du bei Google gefunden wirst.
  • Gib Zahlen ein Datum. Zinsen, Förderprogramme und Steuerregeln ändern sich. Ein Datum zeigt deinem Publikum und Unternehmen, wie aktuell ein Beitrag ist.
  • Kenne die Pflichtangaben. Stellst du ein Objekt vor oder nennst du Bauzinsen, gehören die Angaben aus dem Energieausweis oder der effektive Jahreszins dazu.
  • Leg deine Interessen offen. Kennzeichne Werbung, Rabattcodes und Affiliate-Links. Sag, wenn du selbst als Makler oder Anleger an einem Angebot verdienst.
  • Bau dir ein Publikum auf, das Google nicht braucht. Warum sich ein Newsletter lohnt, steht in Deine E-Mail-Liste bringt dir mehr als Follower.

Wie du Schwerpunkt, Zielgruppe und Beispiele für Unternehmen aufbereitest, steht in Media-Kit erstellen: So überzeugst du Marken. Deinen Blog meldest du über die Seite für Blogger an. Vor der Freigabe prüft trusted blogs Feed, Themen, Impressum und Mindestqualität.

Frau im Blazer bei der Arbeit am Laptop

Unsere Einschätzung: Wenige Fachblogs zählen mehr als viele Links

Vorweg: trusted blogs vermittelt Blog-Kooperationen und behält bei jeder Buchung eine Provision ein. Neutral ist unser Blick also nicht.

Immobilien-Blogs erreichen Menschen vor Entscheidungen über viel Geld. Sie vertrauen Blogs, die ehrlich über Nebenkosten, Bauverzögerungen und schwierige Mieter schreiben. Für Unternehmen, deren Angebot diesen Fragen standhält, sind solche Blogs gute Partner.

Unsere Zahlen zeigen aber auch: Das Thema ist klein, und nur ein Teil der Blogs schreibt vor allem darüber. Nur 11 von 50 haben Immobilien als Hauptthema, nur bei fünf passt das Top-Keyword.

Gleichzeitig bieten 34 Prozent einen Do-Follow-Link gegen Aufpreis an, über alle Blogs sind es 14 Prozent. Wer vor allem Links sammelt, findet hier also viele Angebote.

Wir würden einen Blog zuerst nach Schwerpunkt, Top-Keyword und Erfahrung auswählen und erst danach auf Linktyp und Preis schauen. Ein Bautagebuch, in dem andere Bauherren Fragen stellen, ist uns mehr wert als ein Do-Follow-Link auf einer Seite, auf der Immobilien eines von fünf Themen ist. Und wer mit Zinsen oder Renditen wirbt, sollte die Pflichtangaben schon im Briefing mitliefern.

Eine Einschränkung gehört dazu: Unsere Sichtbarkeitszahlen sind Schätzungen aus Google-Platzierungen und sagen nichts darüber, wie treu ein Publikum ist. Und weil das Thema klein ist, können wenige neue Blogs die Preise und Anteile spürbar verschieben.

Passende Blogs mit ihren Kennzahlen findest du auf unserer Themenseite Immobilien-Blogs für Kooperationen finden. Im Katalog kombinierst du das Thema mit einem Suchbegriff und filterst zusätzlich nach Sprache, SEO-Kennzahlen, Preis und Linktyp. Wie Direktbuchung und Ausschreibung ablaufen, steht in Blog-Kooperationen findest du ohne Kaltakquise.

Welcher Immobilien-Blog hat dir beim Kaufen, Bauen oder Vermieten wirklich geholfen? Bloggst du selbst über Immobilien, interessiert uns, wie du mit Anfragen nach Do-Follow-Links umgehst. Schreib uns deine Erfahrung in die Kommentare.

Transparenz: Auch dieser Artikel ist mit KI-Unterstützung entstanden.

Quellen

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