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Blogroll aufbauen: So empfiehlst du andere Blogs richtig

Blogroll aufbauen: So empfiehlst du andere Blogs richtig

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Blogroll ist eine Liste von Blogs, die du deinen Lesern empfiehlst. Ihr Wert liegt in deiner Auswahl.
  • Für Empfehlungen, die du frei auswählst, brauchst du laut Google kein Link-Attribut. Ein Attribut rel="dofollow" gibt es nicht.
  • Bezahlte Einträge bekommen sponsored und eine Kennzeichnung als Werbung.
  • Exzessiven Linktausch und Partnerseiten, die nur der gegenseitigen Verlinkung dienen, wertet Google als Link-Spam.
  • WordPress blendet seinen Linkmanager seit Version 3.5 von 2012 bei neuen Installationen aus. Eine eigene Seite mit kurzen Empfehlungen genügt.
Laptop mit einer Blogroll neben einer Pinnwand mit Blog-Empfehlungen

Was eine Blogroll heute leistet

Eine Blogroll ist eine Liste von Blogs, die du selbst liest und deinen Lesern empfiehlst. WordPress hatte dafür lange einen eigenen Linkmanager. Mit Version 3.5 vom Dezember 2012 hat WordPress ihn bei neuen Installationen ausgeblendet. Wer ihn braucht, holt ihn mit dem Plugin „Link Manager“ zurück.

Für deine Leser ist die Blogroll ein Wegweiser zu weiteren Quellen, denen du vertraust. Für die Blogger auf deiner Liste ist sie ein Zeichen, dass du ihre Arbeit schätzt. Wer Google Analytics nutzt, sieht dort, von welcher Seite Besucher kommen. So kann ihm dein Link auffallen.

Ehrlicherweise lässt sich nicht pauschal sagen, wie oft Leser Blogroll-Links anklicken. Das hängt von deinem Blog und deiner Liste ab. Wie du es für deinen Blog misst, steht weiter unten.

Welche Links ein Attribut brauchen

Google kennt drei Werte für das Attribut rel, mit denen du einen Link einordnest. Für alle anderen Links schreibt Google: „Für herkömmliche Links, die von Google ohne Einschränkungen abgerufen und geparst werden sollen, brauchst du kein rel-Attribut hinzuzufügen.“

  • Deine Empfehlung: Du hast den Blog selbst ausgewählt, und niemand hat dafür bezahlt. Der Link braucht kein Attribut.
  • sponsored: für Werbung und bezahlte Platzierungen. Steht ein Blog gegen Geld oder eine andere Gegenleistung auf deiner Liste, gehört das Attribut an den Link. Dazu kommt eine Kennzeichnung als Werbung. Welche Begriffe dafür ausreichen, steht in Kennzeichnungspflicht bei Blog-Kooperationen: Das musst du wissen.
  • ugc: für Inhalte von Nutzern, etwa Links in Kommentaren und Foren. Zu einer Blogroll, die du selbst pflegst, passt es nicht.
  • nofollow: laut Google für Fälle, in denen die anderen Werte nicht zutreffen und Google deine Website nicht mit der verlinkten Seite verknüpfen soll.

Ein Attribut rel="dofollow" oder rel="follow" gibt es nicht. Ein Link ohne Attribut ist bereits ein normaler Link. Auch eine frühere Fassung dieses Artikels hat diese Attribute genannt.

Wann Linktausch zum Problem wird

In Googles Spamrichtlinien stehen mehrere Formen von Link-Spam, die für eine Blogroll wichtig sind:

  • exzessiver Linktausch („Verlink auf meine Website und ich verlinke auf deine“),
  • Partnerseiten zum ausschließlichen Zweck der gegenseitigen Verlinkung,
  • Links in Widgets, die auf verschiedene Websites verteilt werden und versteckt, minderwertig oder mit Keywords überladen sind,
  • Links, die an zahlreichen Stellen in den Fußzeilen oder Vorlagen verschiedener Websites verteilt sind.

Zur manuellen Maßnahme „Unnatürliche Links von Ihrer Website“ nennt Google übermäßigen Linktausch ausdrücklich als Beispiel.

Eine Prüffrage hilft: Würdest du den Blog auch empfehlen, wenn er dich nicht zurückverlinkt? Dann ist es eine Empfehlung. Steht er nur auf deiner Liste, weil er dich verlinkt, ist es ein Tausch. Wie Links in Kooperationen insgesamt zu behandeln sind, steht in Gewinne hochwertige Backlinks durch gezielte Blogger-Kooperationen.

Lupe über einem defekten Link, daneben Notizen zu bezahlten Platzierungen und eine Prüfliste für die Blogroll

So baust du deine Blogroll auf

  • Nimm nur Blogs auf, die du selbst liest. Eine kurze Liste mit Blogs, hinter denen du stehst, sagt deinen Lesern mehr als eine lange Sammlung.
  • Schreib einen Satz dazu. Warum empfiehlst du den Blog? „Die besten Anleitungen für Brot mit Sauerteig“ sagt mehr als der Name allein.
  • Gib ihr eine eigene Seite. Dort hast du Platz für deine Sätze. Verlinke die Seite im Menü oder in der Fußzeile.
  • Nutze, was dein System kann. In WordPress genügt eine normale Seite mit einer Liste. Wer den alten Linkmanager will, findet ihn im Plugin „Link Manager“.
  • Prüf die Liste regelmäßig. Blogs schlafen ein, wechseln das Thema oder verschwinden. Sieh alle paar Monate nach, ob die Links noch funktionieren und die Blogs noch schreiben. Woran du einen aktiven, seriösen Blog erkennst, steht in Geprüfte Blogs erkennst du als sichere Kooperationspartner.

So misst du, ob deine Blogroll genutzt wird

Google Analytics 4 zählt Klicks auf Links zu anderen Websites, wenn bei den optimierten Analysen die Option „Klicks auf externe Links“ eingeschaltet ist. Jedes Mal, wenn ein Leser auf einen Link klickt, der von deiner Domain auf eine andere Website führt, entsteht ein Klick-Ereignis. Die Dimension „Link-URL“ zeigt, welcher Link es war.

Nach ein paar Wochen siehst du, welche Empfehlungen deine Leser annehmen. Einträge, die niemand anklickt, kannst du überdenken.

Bezahlte Einträge und Partner-Banner

Bietet dir jemand Geld oder ein Produkt für einen Platz in deiner Blogroll, ist das Werbung. Der Link bekommt sponsored, der Eintrag eine Kennzeichnung als Anzeige. Nach Googles Regeln soll ein solcher Link kein Ranking weitergeben.

Dasselbe gilt für Banner aus Partner-Programmen, über die du Provision verdienst. Die Banner aus dem Partner-Programm von trusted blogs, die für die Plattform werben, tragen sponsored deshalb schon im Einbett-Code.

Was das für Unternehmen heißt

Ein gekaufter Platz in einer Blogroll ist Werbung und bekommt sponsored. Fürs Ranking soll er laut Google nichts bringen. Leser bringt er nur, wenn der Blog zu deinem Angebot passt. Ein Artikel, in dem ein Blogger dein Angebot erklärt, gibt Lesern mehr Gründe zum Klicken als ein Name in einer Liste. Wie du so eine Kooperation planst, steht in Kooperationen mit Bloggern erfolgreich planen.

Unsere Einschätzung

Eine Blogroll ist ein Dienst an deinen Lesern und eine Geste an andere Blogger. Wer sie als Tauschbörse für Links nutzt, bewegt sich nah an dem, was Google Link-Spam nennt. Wer nur aufnimmt, was er selbst liest, und zu jedem Eintrag einen Satz schreibt, hat eine Liste, die seinen Lesern weiterhilft.

Hast du noch eine Blogroll? Welche Blogs stehen darauf, und klicken deine Leser sie an? Schreib es uns in die Kommentare.

Quellen

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