
Manfred.Wolff IT-/KI Transformation, Agiler Coach
blog.mwolff.org ist meine Denkwerkstatt für Softwareentwicklung, KI und Agilität. Ich schreibe über das, was mich als Entwickler, Coach und Praktiker wirklich beschäftigt: nicht die glatte Konferenzversion, sondern die echte. Die Themen kommen aus dem Alltag. Wie KI-Werkzeuge die Softwareentwicklung verändern und was das für Teams und Qualität bedeutet. Warum hexagonale Architektur keine akademische Übung ist, sondern eine Leitplanke, die funktioniert. Was von Scrum übrig bleibt. Und wie man DSGVO-konforme KI-Umgebungen baut, ohne auf Produktivität zu verzichten. 35 Jahre Softwareentwicklung. Konkret, meinungsstark, nah an der Praxis.
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Beiträge (49)

Programmieren war nie Softwareentwicklung. Vibe Coding ist es auch nicht.
Vibe Coding und KI-gestützte Softwareentwicklung sind für mich zwei verschiedene Dinge. Den Unterschied kenne ich aus der Zeit lange vor der KI. Früher haben viele Studierende an der Uni Programmieren gelernt. Sie kannten danach Syntax und Semantik einer Programmiersprache und konnten Programme schr

Bin ich noch richtig? Fünf Fragen an Agile Coaches
Ich war Softwareentwickler und Architekt und habe den ganzen Zyklus der Softwareentwicklung hinter mir, von der Anforderung bis zum Betrieb. 2020 habe ich eine Coachingausbildung gemacht und danach als Agile Coach gearbeitet. Inzwischen bin ich zurück in der Entwicklung, allerdings in einer anderen

Die Wahrheit liegt immer noch im Code
Früher hieß es: Die Wahrheit liegt im Code. Spec-Driven-Development dreht diesen Satz um. Die Spezifikation wird fortgeschrieben, sie beschreibt den Stand der Software, und der Code ist nur noch das, was daraus erzeugt wird. Ich habe mir das genau angesehen und es für meine Arbeit wieder verworfen.

Leitplanken, die scheitern können
Heute habe ich Version 4.0.0 des claude-workflow-kit veröffentlicht. Bei der Gelegenheit habe ich mir angesehen, was der Markt inzwischen für KI-gestützte Entwicklung anbietet: GitHubs Spec Kit, OpenSpec, Kiro von AWS, BMAD, Copilot mit Agent HQ, Symphony von OpenAI, Devin und Cursor. Mein Eindruck

Die Kette läuft durch
Heute ist in meinem claude-workflow-kit zum ersten Mal eine Kette vom Fachplan bis auf das Testsystem durchgelaufen, ohne dass ich zwischendurch etwas freigegeben habe. Ich habe an einem Fachplan ein Label gesetzt. Danach hat die Kette den technischen Plan gebaut, ihn in Arbeitspakete zerlegt, die P

Alle haben KI. Kaum jemand hat die Organisation angepasst.
Ich kenne eine Firma, in der der CIO von 54 gleichzeitigen Projekten spricht. Bearbeitet werden sie von fünf oder sechs Menschen. Die KI schafft das, die Menschen schaffen es aus meiner Sicht nicht lange. In der Softwareentwicklung ist KI angekommen. Die Organisation drumherum ist in den meisten Fir

Jeder baut seinen KI-Prozess selbst. Ich halte das für richtig.
Fast jeder, den ich gerade treffe, baut seinen KI-Entwicklungsprozess selbst. Ich auch, und ich habe meinen gerade von Grund auf neu gebaut. Die Ansätze sind dabei erstaunlich unterschiedlich. Die einen setzen auf Skills und Commands, die dem Modell für jede Situation ein Vorgehen mitgeben. Die ande

Der Leitstand kennt jetzt Preise
Der KI-Leitstand 1.0 war ein mehr oder weniger einfaches Task-Board. Eine schlanke Trello-Alternative, selbst gehostet, mit Projekten, Boards, Karten und Vorhaben. Irgendwann hing an diesem Board der Nachtrunner, über den ich in „Die dritte Nacht“ schon geschrieben habe. Claude arbeitet selbstständi

Ich habe meinen Prozess kaputtoptimiert
Am 11. September hat ein Plan-Review im KI-Leitstand 252 Züge, 14,7 Minuten und rechnerisch 22 Dollar gebraucht. Am Ende stand aber kein Ergebnis. Fünf Funde „zur Entscheidung“, kein Marker, die Nacht war vorbei. Drei der fünf Funde betrafen die Form des Dokuments: eine veraltete Zeilenangabe, das W

Die dritte Nacht
Abends ziehe ich ein paar Dokumente auf dem Board in die richtige Spalte, vergebe ein Label und gehe schlafen. Morgens lese ich das Protokoll. Das ist seit Monaten mein Rhythmus, und bis vor kurzem betraf er nur die Implementierung. Jetzt gibt es drei Modi, in denen mein Nacht-Runner läuft, und der

Das Pflichtenheft kommt zurück. Ich halte das für einen Fehler.
In den letzten Monaten werde ich wieder häufiger nach dem Pflichtenheft gefragt. Manchmal mit KI-Begründung: die KI arbeitet ja nur so gut wie ihre Spezifikation, also schreiben wir vorher alles auf. Der erste Teil stimmt. Der Schluss daraus ist aus meiner Sicht falsch. Er war früher falsch, er ist

Test-First war bei Menschen egal. Bei Modellen nicht.
Am 4. September war ich beim legendären Freitagsfrühstück von team neusta und habe meine KI-Strategie vorgestellt. Rund 170 Zuhörerinnen und Zuhörer. Vielen Dank erst einmal für die Einladung. Und dann ging es los. Diskutiert wurde ordentlich, und der Widerspruch kam genau da, wo ich ihn immer bekom