Zum Inhalt springen
Pinterest: So gewinnst du mehr Blog-Traffic

Pinterest: So gewinnst du mehr Blog-Traffic

Das Wichtigste in Kürze:

  • Pinterest meldet 640 Millionen monatlich aktive Nutzer weltweit, 157 Millionen davon in Europa (zweites Quartal 2026). In Deutschland nutzen laut ARD/ZDF-Medienstudie 2026 11 Prozent der Menschen ab 14 Jahren Pinterest mindestens einmal pro Woche.
  • Laut Statcounter kamen im September 2026 knapp 8 Prozent der Besuche, die soziale Netzwerke auf deutsche Websites schickten, von Pinterest. Der Wert schwankt stark mit der Jahreszeit.
  • Pinterest nutzt Titel und Beschreibung deiner Pins, um sie passenden Nutzern zu zeigen. Empfohlen sind Hochformat-Pins im Verhältnis 2:3 und Titel, deren Kern in die ersten 40 Zeichen passt.
  • Idea Pins gibt es seit 2023 nicht mehr als eigenes Format. Seitdem kann jeder Pin einen Link auf deinen Blog tragen.
  • KI-Bilder bekommen auf Pinterest ein Label, und Nutzer können sie sich in Themen wie Essen, Mode und Wohnen seltener anzeigen lassen. Eigene Fotos werden damit zum Vorteil.
  • Verlässliche Durchschnittswerte für Klickraten gibt es nicht. Miss deshalb mit Pinterest Analytics und UTM-Parametern, was deine Pins wirklich bringen.

Pinterest-Profil eines Foodblogs mit Checkliste für Profil, Website-Verifizierung, Rich Pins und UTM-Tracking

Für welche Blogs sich Pinterest lohnt

Pinterest wächst weltweit. Im zweiten Quartal 2026 zählte das Unternehmen 640 Millionen monatlich aktive Nutzer, 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In Europa waren es 157 Millionen.

In Deutschland sieht das Bild bescheidener aus. Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2026 öffnen 11 Prozent der Menschen ab 14 Jahren Pinterest mindestens einmal pro Woche, 3 Prozent täglich. Die wöchentliche Nutzung sank damit um 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Für deinen Blog zählt aber, wie viele Besucher am Ende ankommen. Statcounter wertet mehr als 3 Milliarden Seitenaufrufe im Monat aus und erfasst, von welchem sozialen Netzwerk ein Besucher kam.

Im September 2026 stammten auf deutschen Websites 57,7 Prozent dieser Social-Media-Besuche von Facebook, 10,7 Prozent von Instagram und 7,9 Prozent von Pinterest. Instagram hat mit 40 Prozent fast viermal so viele wöchentliche Nutzer wie Pinterest, bringt Websites aber nur ein Drittel mehr Besucher.

Die Saison entscheidet mit

Der Pinterest-Anteil schwankt stark. Von November 2024 bis Februar 2025 lag er laut Statcounter jeden Monat über 11 Prozent, im Juli 2025 bei 4,5 Prozent. Blogs mit Weihnachtsrezepten, Bastelideen oder Wohnprojekten sollten ihre Pins deshalb im Herbst vorbereiten.

Pinterest passt zu Themen, bei denen Menschen etwas planen: ein Rezept fürs Wochenende, eine Reise, ein Zimmer, ein Gartenbeet. Ein Meinungsblog über Politik oder ein Fachblog über Steuerrecht dürfte hier wenige Leser finden. Welche Kanäle zu welchem Blog passen, vergleichen wir in Social Media als Reichweitenhebel für deinen Blog.

Pinterest liest deine Texte mit

Auf Pinterest suchen Menschen nach Ideen. Damit Pinterest deinen Pin bei der passenden Suche zeigt, wertet es Titel und Beschreibung aus. Laut Pinterest-Hilfe nutzt der Algorithmus die Beschreibung, um die Relevanz eines Pins zu bestimmen, auch wenn sie im Feed gar nicht zu sehen ist.

So schreibst du Titel und Beschreibung

  • Titel: Pinterest erlaubt bis zu 100 Zeichen, im Feed sind je nach Gerät aber nur etwa die ersten 40 zu sehen. Stell das wichtigste Suchwort deshalb an den Anfang, etwa „Linsensuppe mit Kokosmilch: in 30 Minuten fertig“.
  • Beschreibung: Bis zu 800 Zeichen sind möglich. Beschreib in zwei, drei Sätzen, was der Leser im Artikel bekommt, und verwende dabei die Begriffe, nach denen er sucht.
  • Keine Wortlisten: Die Community-Richtlinien von Pinterest werten die massenhafte Verwendung irrelevanter Keywords als Spam. Schreib Sätze, die ein Mensch gern liest.

So findest du die richtigen Suchbegriffe

Fang in der Pinterest-Suche selbst an. Tipp den Kern deines Artikels ein und notiere, welche Ergänzungen Pinterest vorschlägt. So erfährst du, wie deine Leser ihre Frage formulieren.

Für die zeitliche Planung gibt es Pinterest Trends. Das Tool zeigt bis zu zwei Jahre zurück, wann Suchanfragen in einem Land steigen.

So siehst du etwa, ab welcher Woche die Suche nach Adventskränzen anzieht, und kannst deinen Pin rechtzeitig veröffentlichen. Mit einem Unternehmenskonto lassen sich Pins bis zu 30 Tage im Voraus planen, höchstens 10 gleichzeitig.

So baust du einen Pin, der auf deinen Blog führt

Pinterest empfiehlt für Bild-Pins ein Seitenverhältnis von 2:3, also etwa 1.000 mal 1.500 Pixel. Längere Formate werden im Feed womöglich abgeschnitten. Ein gut lesbarer Text im Bild sagt dem Nutzer, was ihn hinter dem Klick erwartet.

  • Ein Pin pro Kernaussage: Aus einem Artikel über zehn Ausflugsziele entstehen mehrere Pins, jeder mit einem eigenen Bild und Titel. Wie du aus einem Artikel viele Formate machst, steht in Content-Repurposing: Erreiche mehr Leser ohne neuen Content.
  • Jeder Pin bekommt einen Link: Im Mai 2023 hat Pinterest Pins und Idea Pins zu einem Format zusammengelegt. Seitdem kannst du allen Bildern und Videos einen Link hinzufügen und Titel, Beschreibung und Link nach dem Veröffentlichen ändern.
  • Ziele nicht austauschen: Einen erfolgreichen Pin nachträglich auf eine ganz andere Seite umzuleiten, werten die Community-Richtlinien als Spam. Einen Tippfehler im Link darfst du korrigieren. Das Ziel des Pins bleibt dasselbe.
  • Eigene Fotos zeigen: Seit 2025 kennzeichnet Pinterest Bilder, die nach seiner Erkennung mit KI erzeugt oder verändert wurden. Seit Oktober 2025 können Nutzer KI-Bilder in Kategorien wie Beauty, Mode, Wohnen, Kunst und seit Dezember 2025 auch Essen und Trinken herunterregeln. Ein echtes Foto aus deiner Küche oder von deiner Wanderung erreicht diese Nutzer weiterhin.

Ob ein bestehender Artikel als Pin taugt, hängt davon ab, wie lange er aktuell bleibt. Ein zeitloser Ratgeber kann über Jahre Klicks bringen, eine Nachricht ist nach wenigen Tagen veraltet. Mehr dazu in Evergreen-Content: Dein Fundament für dauerhaften Traffic.

Dein Konto in drei Schritten einrichten

  1. Unternehmenskonto anlegen: Ohne Unternehmenskonto gibt es weder Pinterest Analytics noch geplante Pins.
  2. Website verifizieren: Dafür fügst du ein HTML-Tag, eine HTML-Datei oder einen DNS-Eintrag hinzu. Danach erscheint dein Profilbild neben jedem Pin, der von deinem Blog gemerkt wird. Der Pin ist mit deinem Profil verknüpft, und Nutzer können dir direkt folgen.
  3. Rich Pins einrichten: Rich Pins übernehmen Daten automatisch von deiner Seite. Bei Artikeln sind das Überschrift, Beschreibung und Autor, bei Rezepten etwa Zutaten und Zubereitungszeit. Laut Pinterest-Hilfe reicht es, die passenden Meta-Tags in deine Seiten einzubauen. Danach dauert es bis zu 24 Stunden, bis deine Pins die Daten zeigen.

Bist du mit deinem Blog bei trusted blogs, trag dein Pinterest-Profil auch dort ein. Wie das geht, steht im Hilfe-Artikel Die Blog-Kachel im Detail. Unternehmen sehen deine verlinkten Kanäle dann in der Detailansicht deines Blogs.

Pinterest-Statistik mit Impressionen, gemerkten Pins und Link-Klicks auf einem Bildschirm, davor ein Smartphone mit einem Rezept-Pin

Was Pinterest dir bringt, zeigen nur deine eigenen Zahlen

Im Netz kursieren viele Richtwerte, etwa für den Pinterest-Anteil am Blog-Traffic oder für eine „gute“ Klickrate. Eine Studie mit offengelegter Methode haben wir dafür nicht gefunden. Vergleiche deine Pins deshalb mit deinen eigenen Pins.

Die wichtigsten Kennzahlen in Pinterest Analytics

  • Impressionen: wie oft dein Pin auf einem Bildschirm zu sehen war.
  • Gemerkte Pins: wie oft Nutzer deinen Pin auf einer Pinnwand gespeichert haben. Das zeigt, dass dein Thema ankommt.
  • Ausgehende Klicks: wie oft Nutzer von deinem Pin zu einem Ziel außerhalb von Pinterest gewechselt sind, also etwa auf deinen Blog. Für deinen Traffic ist das die entscheidende Zahl. Sie wird erst ab dem Tag gezählt, an dem der Link im Pin steht.

Pinterest weist darauf hin, dass die Echtzeitwerte Schätzungen sind und sich noch ändern können. Prüfe deine Zahlen deshalb mit einigen Tagen Abstand.

Den Rest misst deine Blog-Statistik

Was die Besucher auf deinem Blog tun, sieht Pinterest nicht. Hänge deshalb an jeden Link UTM-Parameter, etwa ?utm_source=pinterest&utm_medium=social&utm_campaign=linsensuppe. Dann zeigt dir deine eigene Statistik, wie lange Pinterest-Besucher bleiben und ob sie deinen Newsletter abonnieren.

Gib dir dabei Zeit. Manche Pins werden erst Wochen nach dem Veröffentlichen gefunden, und saisonale Themen haben ihren Höhepunkt nur einmal im Jahr. Nach drei Monaten weißt du, welche Art Pin für deinen Blog funktioniert.

Zwei Personen besprechen am Schreibtisch einen Vertrag für eine Kooperation, daneben Laptop mit Gastbeitrag und Tablet mit Statistiken

Was das für Unternehmen heißt

Bietet dir ein Blogger an, den gebuchten Artikel zusätzlich als Pin zu verbreiten, kann sich das lohnen. Ein Pin kann den Artikel über Monate neuen Lesern zeigen. Haltet die Details vorher fest, bei einer Buchung über trusted blogs im Briefing oder im Kooperations-Chat:

  • Umfang klären: Wie viele Pins, auf welchen Pinnwänden und zu welchem Zeitpunkt? Bei saisonalen Produkten sollte der Pin vor dem Anstieg der Suchanfragen online sein.
  • Eigene UTM-Links vergeben: Gib jedem Blogger einen eigenen Link mit UTM-Parametern. Dann siehst du in deiner Statistik, welcher Pin Besucher gebracht hat.
  • Kennzeichnung mitdenken: Laut Leitfaden der Medienanstalten (Stand Mai 2025) braucht ein bezahlter Bild- oder Textbeitrag den gut lesbaren Hinweis „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn. Bei Affiliate-Links reicht laut Leitfaden ein Sternchen mit Erläuterung direkt am Link. Die Details stehen in Kennzeichnungspflicht bei Blog-Kooperationen: Das musst du wissen.
  • Umweltaussagen prüfen: Seit dem 27. September 2026 sind gegenüber Verbrauchern bestimmte Umweltaussagen stets unzulässig, etwa ein Nachhaltigkeitssiegel ohne Zertifizierungssystem oder „klimaneutral“, wenn sich die Aussage auf den Ausgleich von Emissionen stützt. So steht es im Anhang des UWG unter Nr. 2a und 4a bis 4c. Bei Pins zu Mode, Kosmetik oder Wohnen gehört das Thema deshalb ins Briefing.

Passende Blogs findest du im Marktplatz von trusted blogs, etwa auf den Themenseiten Essen und Kochen oder Heimwerk und Garten. Hat ein Blogger seine Social-Media-Kanäle hinterlegt, sind sie in der Detailansicht seines Blogs verlinkt. Schau dir dort an, wie er pinnt.

Eine hohe Followerzahl sagt wenig darüber, wie viele Menschen auf einen Pin klicken. Was in ein gutes Briefing gehört, steht in Kooperationen mit Bloggern erfolgreich planen.

Unsere Einschätzung: Pinterest ist ein Zubringer mit langem Atem

Vorweg: trusted blogs verbreitet mit dem Promotion-Abo selbst Artikel von Bloggern über seine Social-Media-Kanäle. Dabei zählt Pinterest zu den Kanälen, über die wir empfohlene Beiträge bewerben. Unser Blick auf Pinterest ist also nicht neutral.

Für Blogs über Essen, Reisen, Wohnen, Garten oder Basteln kann Pinterest über Monate Leser auf einen Artikel schicken. Gemessen an seiner kleinen Nutzerzahl in Deutschland bringt Pinterest laut Statcounter viele Besucher auf Websites.

Ehrlicherweise gehört dazu: Die wöchentliche Nutzung in Deutschland ist gesunken, und Pinterest-Chef Bill Ready nennt KI das Herzstück des aktuellen Wachstums. Wie viel organischer Traffic davon künftig bei Blogs ankommt, entscheidet Pinterest allein.

Unser Rat deshalb: Nutze Pinterest, um neue Leser auf deinen Blog zu holen, und binde sie dort an dich. Wer deinen Newsletter abonniert hat, liest weiter, auch wenn Pinterest seine Regeln ändert.

Warum das zählt, steht in Deine E-Mail-Liste bringt dir mehr als Follower. Fehlt dir die Zeit für eigene Pins, kann das Promotion-Abo von trusted blogs deine Artikel zusätzlich verbreiten.

Wie läuft Pinterest bei dir? Welche Pins bringen dir die meisten Klicks auf den Blog: Rezepte, Anleitungen oder Checklisten? Und hat sich dein Pinterest-Traffic im letzten Jahr verändert? Schreib uns deine Erfahrung in die Kommentare.

Quellen

Kommentare

Noch keine Kommentare.

Kommentar schreiben

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Google Ads Conversion Tracking, um zu messen, welche Anzeigen zu Anfragen führen. Deine Daten werden an Google übertragen. Datenschutzerklärung