
42thinking - Technisch-philosophische Gedanken
Blog für alle, die gerne mal über den Tellerrand der Gesellschaft, Technik und Philosophie schauen – ohne dabei den Verstand zu verlieren. Mit einer Prise Humor, KI-Zauberei und cleveren Podcasts werden komplexe Themen so aufbereitet, dass sogar der Kaffee vor Neugier heißer wird. Für alle, die nicht nur mitdenken, sondern auch schmunzeln wollen!
Dieser Blog ist über trusted blogs auch für Kooperationen buchbar.
Beiträge (40)

Statistisch morden: Krimis als KI-Trainingsdaten
Vielleicht ist die gefährlichste Eigenschaft der künstlichen Intelligenz nicht, dass sie böse werden könnte. Vielleicht ist es viel banaler: Sie nimmt uns beim Wort. Dieser Artikel beginnt nicht mit einer Studie, einer Pressemitteilung oder einem neuen spektakulären Sicherheitsvorfall. Er beginnt mi

Wegen Bedeutungslosigkeit ins Burnout
Vielleicht macht uns nicht die Arbeit krank. Vielleicht macht uns krank, dass wir in ihr immer weniger zu sagen haben. Die Unzufriedenheit wächst. In Unternehmen, Behörden, Schulen, Werkstätten und Büros. Menschen klagen über Arbeitsverdichtung, Dauerstress, fehlende Anerkennung, schlechte Führung u

Spracheingabe – der neueste Trend von vorvorgestern
„Manchmal ist der Fortschritt nur ein wiederkehrender Gedanke, der glaubt, neu zu sein – weil er die Geschichte vergessen hat.“ Es ist das Jahr 2026, und die Tech-Welt feiert eine „Revolution“: Spracheingabe. Sprich in dein Gerät, und die KI macht den Rest. Moderne Diktierfunktionen werden mit KI-Et

Zeugenschaft Journalismus: Wenn die Presse vergisst, warum sie existiert
Während der Arbeit am neusten Buch von Thomas Schulte und mir – es handelt von gesellschaftlichen Auswirkungen der – bin ich über ein Thema gestolpert, das mich nicht mehr losgelassen hat. Es geht um den Journalismus. Und je länger ich daran schrieb, desto klarer wurde mir etwas, das eigentlich selb

Gewinnmaximierung – Lähmender Optimierungswahn
Die Gewinnmaximierung gilt als unantastbares Dogma der modernen Wirtschaft. Doch was, wenn der blinde Drang zur Effizienzsteigerung Unternehmen in eine Lähmung treibt? Wenn Prozesse so sehr optimiert werden, dass sie ihre eigentliche Funktion verlieren und mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen?

Schule und KI: Wenn Hausaufgaben fertig sind – und Denken danach beginnt
Man sitzt an einem Buch. Genauer gesagt: Man sitzt am Kapitel „Schule“ innerhalb eines Buchprojekts, das den reißerischen Titel KI-Support-Lüge trägt, und man denkt sich: Schule und KI – das ist doch durch. Jeder hat dazu etwas gesagt, jeder Blog hat den Aufsatz gebracht, jeder Pädagoge hat die Mein

Lautes Schweigen: Wenn zu viele Trigger die Tastatur lahmlegen
Eigentlich müsste ich gerade im Dauerfeuer schreiben. Die Welt liefert Stoff, als hätte sie ein Abo auf Absurditäten abgeschlossen – politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, technologisch. Normalerweise ist das der Moment, in dem Texte einfach so aus den Fingern fallen. Nur: Im Moment passiert d

Der Wert des Menschen – Zwischen Klassenfoto und Klassenkampf
Es sind oft die kleinen Projekte am Rand, die einen unerwartet in die große Frage stoßen. Nicht die Weltpolitik, nicht die Schlagzeilen, nicht die tausendste Debatte über Produktivität, Wachstum oder künstliche Intelligenz. Sondern eine Präsentation für eine Mittelschule. Ein paar Fotos. Namen. Zuku

Recruiting, bitte mit Mensch: Warum Algorithmen im Bewerbungsprozess kein Freifahrtschein sind
Ja, ich will den EU-AI-Act, die DSGVO und die ganze hübsche Recruiting-Automation endlich an dem messen, was sie im Alltag anrichten. Denn sobald Algorithmen über Lebensläufe wichten, vorsortieren und Kandidaten wegfiltern, ist das nicht mehr „modernes Hiring“, sondern eine Frage von Transparenz, Re

Das Ende der Eindeutigkeit: Philosophie in MINT-Fächern
Es lohnt sich, vor aller Gegenwartsdiagnose kurz innezuhalten und zu fragen, ob frühere Generationen in dieser Hinsicht nicht klüger waren als wir. An den mittelalterlichen Universitäten gehörte die Artistenfakultät – mit Logik, Metaphysik und Naturphilosophie – zum verpflichtenden Fundament, auf de

Hyperfokus – mächtig, faszinierend und manchmal unheimlich
Wenn in den sozialen Medien über Neurodiversität gesprochen wird, dann landet Hyperfokus fast immer auf der Haben-Seite. Dort wird er als Superkraft gefeiert, als Turbo für Kreativität, Produktivität und außergewöhnliche Leistungen. Ganz ehrlich: Ich verstehe, warum. Ohne Hyperfokus hätte ich vermut

Künstlerkolonien: ansteckende Kreativität statt LinkedIn-Skill
Es gab eine Zeit, da steckte man sich mit Ideen an wie mit einer Erkältung – ungefragt, unvermeidlich, manchmal unangenehm, aber am Ende hatte man etwas davon. Kreativität statt LinkedIn-Skill. Man betrat einen Raum, ohne die Absicht, sich weiterzuentwickeln, und verließ ihn als jemand, der plötzlic