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Sind Influencer-Marketing und Blog-Marketing dasselbe?

Sind Blogger nicht auch Influencer? Und sind Blog-Marketing und Influencer-Marketing nicht irgendwie dasselbe? Nein, Nein und nochmals Nein! Es gibt wichtige Unterschiede. Und die sollte man verdammt noch mal kennen — insbesondere, wenn man Blog-Marketing oder Influencer-Marketing erfolgreich nutzen will.

Instagram-Profil von Dieter Bohlen (Influencer)


Ich rege mich jedes Mal auf, wenn Dieter Bohlen bei RTL & Co. als Blogger bezeichnet wird. Denn es führt dazu, dass TV-Zuschauer ein komplett falsches Verständnis davon bekommen, was ein Blogger ist. 

Dieter Bohlen ist ein Influencer, aber er ist kein Blogger!

Dieter betreibt keinen Blog, sondern einen Account bei Instagram. Und die Tatsache, dass Facebook als Inhaber von Instagram darüber bestimmt, was mit veröffentlichten Beiträgen passiert, ist ein gravierender Unterschied zu einem Blog:

Blogger behalten stets die Hoheit über ihren Content.

Wer von Influencern spricht, meint landläufig Instagramer oder YouTuber, aber nie Blogger. Und das ist laut Wikipedia korrekt. Dort wird als Influencer definiert, wer aufgrund eines hohen Ansehens und einer starken Präsenz für Marketing-Maßnahmen infrage kommt.

Blogger haben selten eine starke Präsenz (sprich große Reichweite), daher werden sie im Marketing-Sprech meist als Micro-Influencer tituliert. Das lasse ich gelten, allerdings finde ich den Begriff Content Creater viel passender.

Denn ich werde aufzeigen, dass Blogger eigentlich nicht als Influencer bezeichnet, und mit Influencer-Marketing in Verbindung gebracht werden sollten. 


Influencer-Marketing  ⟷  Blog-Marketing


Google Trends: Influencer Marketing


Influencer-Marketing wird erst seit Anfang 2016 als Instrument im Online-Marketing eingesetzt. Das zeigt auch die oben stehende Statistik von Google Trends. Über die Gründe für den Erfolg habe ich in einem früheren Blogpost geschrieben. Bei Interesse lies diesen Blog-Beitrag..

Blog-Marketing gab es hingegen schon, als Instagram noch gar nicht erfunden war (das war im Jahr 2010). In meinem eigenen Laufblog erschien 2012 der erste gesponserte Beitrag.

Bis heute erhält Blog-Marketing im Vergleich zum Influencer-Marketing weniger Beachtung und deutlich kleinere Werbebudgets. Das liegt vornehmlich daran, dass als Gradmesser für den Erfolg einer Kampagne oft lediglich die Anzahl der Sichtkontakte herangezogen wird. In dieser Hinsicht haben Blogger ganz klar das Nachsehen.

Dabei ist die Betrachtung der Reichweite nur einer von vielen Punkten, der über die Auswahl der geeigneten Marketing-Maßnahme für einen bestimmten Zweck entscheiden sollte. Dies sind alle Punkte, die für eine Entscheidung herangezogen werden sollten. Die Unterschiede zwischen Blog-Marketing und Influencer Marketing habe ich jeweils stichwortartig hervorgehoben.


7 Unterschiede zwischen Influencer Marketing und Blog-Marketing:



Kategorie:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
Strategisches Marketing
Performance Marketing

Blog-Marketing eignet sich vornehmlich zur positiven Veränderung von Image und Wahrnehmung einer Marke oder eines Unternehmens. Influencer Marketing funktioniert besonders gut für verkaufsorientierte Aktionen.



Ziel:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
Business Development
Brand Building

Blog-Marketing stärkt die Positionierung als Experte und vertrauenswürdiges Unternehmen. Influencer-Marketing verbessert die Identität einer Marke.



Wirkungsdauer:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
lang
kurz

Durch die Suchmaschinen-Indizierung wirken Blogposts in dem Moment, wo danach gesucht wird. Beiträge von Influencern wirken im Augenblick der Veröffentlichung.

Lebensdauer von Social Media Posts



Kosten:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
moderat
hoch

Eine Blogger-Kampagne mit 4 Posts kostet ab 1.000,- Euro (Quelle). 1 Post im Stream eines Instagram Influencers mit 1 Million Follower kostet 2.000,- Euro bis 10.000,- Euro (Quelle).



Streuverlust:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
gering
hoch

Blog-Marketing: durch Fokussierung auf ein bestimmtes Thema werden nur die daran interessierten Personen erreicht. Influencer-Marketing: viele Follower interessieren sich für den Influencer, aber nicht für den Inhalt eines Beitrags.



Vertrauen:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
hoch
gering

Blogger genießen häufig einen langfristig erarbeiteten Experten-Status und gelten als authentisch. Influencer hingegen verlieren Vertrauen aufgrund von Follower-Kauf und Marktübersättigung (Quelle).



Reichweite:
Blog-Marketing:
Influencer-Marketing:
gering
hoch

Reichweiten von Bloggern sind deutlich geringer als die von Influencern. Statistiken gibt es dazu nicht. Bei Bedarf hilft die Einsicht in das Media-Kit oder eine Analyse mit Tools wie Similarweb. Entscheidend ist die Beurteilung der Reichweite in der Zielgruppe.


Fazit

Ich hoffe, mit dieser Aufstellung konnte ich die Unterschiede zwischen Influencer-Marketing und Blog-Marketing deutlich machen.

Beide Methoden haben ihre jeweiligen Stärken und bieten hervorragende Möglichkeiten, um verschiedene Ziele zu erreichen.

Das grundlegende Verständnis soll helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Enttäuschungen zu vermeiden.

Hast Du dazu Fragen oder Anmerkungen, ruf mich gerne an oder sende mir eine Mail.

Herzliche Grüße,